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Catania

Catania ist die zweitgrößte Stadt der Insel und liegt am Fuße des Etna, direkt an der Ostküste Siziliens; eine Stadt, die mit Leben pulsiert. Gleich vorwegnehmen möchten wir, dass Catania, trotz zahlreicher Sehenswürdigkeiten, sicherlich kein typisch touristischer Ort ist, es gibt einfach zu viel Verkehr und durch den Ascheregen des Etnas, machen viele Gebäude einen eher schmuddeligen Eindruck.

Wer aber einen Einkaufsbummel plant und ein lebendiges Nachtleben sucht, der wird hier fündig. Abends werden die kleinere Straßen in der Innenstadt mit den Tischen der Restaurants zugestellt und sind für den Auto-Verkehr nicht mehr passierbar. Im Zentrum kann man von Bar zu Bar ziehen und das Nachtleben genießen. Die Strassen sind auch später am Abend noch voller Menschen.

Tagsüber bieten die Geschäfte an der Via Etnea und dem Corso Sicilia viele Möglichkeiten sich mit schicken italienischen Schuhen und einer komplett neuen Garderobe einzukleiden. Zwischendurch erfrischt sich der durstige Besucher mit einem Granita, einer Art trinkbarem Sorbet (besonders zu empfehlen ist Mandel mit Kaffee) und dazu einem Brioche. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die lange Mittagspause von eins bis vier, aber wenn man diese schon im Vorfeld einplant ist auch das kein Problem. Mit einem Besuch des Doms oder eines der anderen Sehenswürdigkeiten vergeht die Zeit wie im Fluge.

Verkehrsanbindung und allgemeine Infos

Catania hat einen Flughafen Namens Fontanarossa, der ca. 5 km südlich der Stadt liegt, von hier gibt es Direktflüge nach Rom, Mailand, Stuttgart, München, etc. Die Zugverbindungen führen einen zu allen größeren Städten der Insel und auch darüber hinaus: Palermo, Syrakus, Messina, sowie auch Rom und Mailand. Hier befindet sich auch der Ausgangspunkt der Etna-Rundbahn, mit der man eine Tour um den Etna machen kann. Autobahnen führen nach Messina (A 18) und in Richtung Palermo (A 19). Catania ist die Provinzhauptstadt und hat ca 400 000 Einwohner.

Strände

Ca 4 km südlich der Stadt beginnt der Badestrand, Lido Plaia. Diesen nutzen im Sommer viele Einwohner auch während der Mittagspause, um sich eine Erfrischung zu gönnen.

Sehenswürdigkeiten

Mittelpunkt der Stadt ist die Piazza del Duomo mit dem Elefantenbrunnen. Der Dom Sant Ágata ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Castello Ursino, eine finstere Trutzburg erbaut im Jahre 1239 aus Lavagestein, stammt aus der Zeit der Stauffer. Dort befindet sich auch das Museo Civico mit lokalen Funden, unter anderem römische Skulpturen, Porzellanwaren und eine Waffensammlung.

Abb. links: Grünanlage in Catania. Kleine Oasen zum Entspannen.
Abb. rechts: Der Elefantenbrunnen, Wahrzeichen der Stadt

Die Geschichte Catanias

Die Gründung der Stadt Catania geht auf die ionischen Griechen zurück, welche hier im Jahre 729 v. Christus die Stadt Katane gründeten, wobei zu erwähnen ist, dass auch bereits die Sikuler an diesem Platz siedelten. Katane war ein Ableger der ersten griechischen Stadt auf Sizilien, Naxos, und entstand zur selben Zeit wie das weiter im Süden liegende Lentini, das damals Lentinoi genannt wurde. Einige Jahre früher hatten die Griechen dorischer Herkunft weiter im Süden die Stadt Syrakus gegründet und für 300 Jahre gab es ein Tauziehen zwischen den in Syrakus siedelnden dorischen Griechen und den Ionischen von Naxos, um die Vorherrschaft in der Region und Catania war durch seine Position zwischen diesen beiden Zentren der Griechen mitten drin. So wurden im fünften Jahrhundert vor Christus unter der Herrschaft des Tyrann Hieron I von Syrakus die gesamten Einwohner Katanes nach Lentinoi umgesiedelt und in Katane wurden 10.000 neue Siedler heimisch. Nach Hierons Tod wurden die neuen Bewohner vertrieben und die alten Einwohner der Stadt kehrten wieder zurück. 425 vor Christus wurde die Stadt Opfer eines weiteren mächtigen Nachbarns, des Etnas. Lavaströme ergossen sich in die Stadt und verwüsteten Katane.

Unter den Römern, welche 263 vor Christus in die Stadt einfielen, entwickelte sich Catania zu einem der Handelszentren auf Sizilien, der Hafen von Catania diente als Umschlagsplatz für den gesamten Mittelmeerraum, was der Stadt natürlich zu Gute kam und Geld nach Catania brachte, so dass Catania einen Aufschwung erlebte von der auch heute noch einige römische Bauten zeugen. Unter den Arabern erlebte Catania dann eine weitere Blütezeit, da diese den Anbau von Zitrusfrüchten um Catania ausbauten. Die fruchtbare Ebene im Süden von Catania und die Hänge des Etnas bildeten dabei einen idealen Nährboden für Zitronen und Orangenbäume. Jedoch war Catania unter den Arabern immer im Schatten Palermos, welche das eigentliche Zentrum der arabischen Macht auf Sizilien darstellte. Unter den nach den Arabern kommenden Normannen wurde Catania weiter zum Handels- und Seefahrtszentrum ausgebaut. Auf die Normannen folgten die Stauffer, das Kastell Ursino wurde unter Friedrich II erbaut. Nach dem Tod Friedrich II zerfiel die Macht der Stauffer auf Sizilien und der Papst setzte den französischen --Graf von Anjou als Herrscher auf Sizilien ein, dessen Herrschaft dauerte jedoch nur wenige Jahrzehnte und wurde mit der sizilianischen Vesper beendet. Es folgten die spanischen Aragonesen, welche Catania weiter förderten und hier 1434 eine Universität errichteten.

1669 kam es zur Katastrophe, große Teile Catanias wurden von den Lavamassen des Etnas begraben, die Lava strömte in die Stadt und vernichtete das umgebende Land, so dass Ernten ausblieben und Hungersnöte und Seuchen die Bevölkerung der Stadt dezimierten, umso verheerender traf nur 24 Jahre später, im Jahre 1693, ein schweres Erdbeben Catania. Es zerstörte, die schon strauchelnde Stadt komplett. Bei dem Wiederaufbau wurde den Architekten Giovani Vaccarini und Stefano Ittar aufgetragen ein Stadtplan zu entwickeln, der bei weiteren Ausbrüchen und Katastrophen schlimmeres verhindern sollte, die Architekten entwickelten ein auch heute noch erkennbares Strassenraster mit vielen Plätzen und Strassen unterschiedlicher Breiten, welche bei neuen Ausbrüchen des Vulkans bessere Fluchtwege und mehr Schutz vor den Lavaströmen bieten sollten. Der Wiederaufbau erfolgte in dem zur damaligen vorherrschenden barocken Stil, welcher auch heute noch das Stadtbild prägt, als Baumaterial diente die erkaltete Lava. Im Laufe der Zeit zerfielen jedoch viele der Gebäude und die Fassaden bröckelten, viele der wunderschönen Gebäude befinden sich noch in einem schlechten Zustand und der dunkle Lavastein gibt der Stadt ein düsteres Aussehen. Im 19Jhd wurde Catania dann Provinzhauptstadt.

Im neuen Jahrtausend finden massiv Restaurationsarbeiten statt und viele der Gebäude erstrahlen bereits in neuem Glanz, die ehemals vom Verkehr gebeutelte Plätze, wie der wunderschöne Piazza del Duomo mit dem berühmten Elefantenbrunnen wurden vom Verkehr befreit, es entstehen immer mehr grüne Inseln und einige der Hauptstrassen im Zentrum, wie z.B. die Via Etnea, werden zeitweise zu Fußgängerzonen. Eine Entwicklung die mit jedem Jahr voranschreitet und die, wenn Sie weiter beibehalten wird, Catania zu einer der attraktivsten Städte der Insel machen wird und schon jetzt Catania zu einem lohnenswerten Ausflugsziel macht.

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