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Sant’Alfio (Ätna) und der Kastanienbaum der 100 Pferde auf Sizilien

Man könnte Sant’Alfio beinahe als verschlafenes Nest am Osthang des Ätnas bezeichnen. Ein kleines, sizilianisches Dörfchen eben, mit rund 1700 Einwohnern, einer Kirche und das alles eingebettet in einer schönen Landschaft: dem Ätna-Naturpark. Im Rücken den mächtigen Vulkan und vor uns freie Sicht aufs Meer, bis nach Kalabrien. Bestimmt würde kein Reiseführer überhaupt über diesen Ort berichten… wäre da nicht… der Kastanienbaum der 100 Pferde. Botaniker behaupten, der Kastanienbaum ist 2000-4000 Jahre alt und ist somit der älteste Baum Europas und der größte Italiens. Sein Umfang beträgt 52 Meter. Wie der Baum zu seinem Namen kam? Im 14. Jahrhundert tobt ein heftiges Gewitter. Eine Königin mit ihrem Gefolge ist unterwegs. Wer genau die edle Dame ist, weiß man bis heute nicht genau. Es gibt Stimmen, die behaupten, es könnte Johanna I von Anjou oder Johanna von Aragon gewesen sein. Doch bei beiden Damen meint man, die seien gar nie bis nach Sizilien gekommen. Ist ja auch egal, das Märchen ist schön, egal mit welcher Königin auch immer. Der Regen prasselt also erbarmungslos nieder, Blitze jagen sich am Himmelszelt und der Donner grollt über dem Berg. Die feine Gesellschaft ist gezwungen, eine Rast einzulegen und sie flüchten mit den 100 Pferden unter das Blätterdach des Kastanienbaumes. Bis zum Morgengrauen tost das Gewitter. Auf Sizilien gehört zu einer richtigen Geschichte auch eine verfängliche Liebelei dazu: Es wird behauptet, dass die Königin in dieser Nacht sich abwechselnd mit drei Reitern ihres Gefolges… ihre Zeit vertreibt.

1923 wurde der Hauptstamm von einem Feuer beschädigt. Auch hätte es mal eine Hütte im Inneren des Baumes gegeben. Zeugen dafür sind verschiede Bilder namhafter Künstler. Die Zeit und böse Menschenhände haben das Aussehen des Herrn Baum beträchtlich verändert. Der Strunk ist in drei Teile geteilt. Zum Glück wurde dieses Naturwunder unter Schutz gestellt und eingezäunt.

Die Gegend um den Kastanienbaum und Sant’Alfio ist gekennzeichnet von Weinreben und Haselnusssträuchern. Zudem gibt es verschiedene interessante Wanderwege zu Naturgrotten auf dem Ätna.

Der Dorfheilige von Sant’Alfio ist natürlich der heilige Alfio, was man bereits dem Ortsnamen entnehmen kann. Auch hier gibt es eine Geschichte dazu: Da, wo heute die Kirche aus Lavastein steht, fesselten einst die Römer den nach Sizilien deportieren Edelmann Alfio an Händen und Füssen. Er und seine beiden jüngeren Brüder Delfio und Cirino wurden wegen ihrem christlichen Glauben verurteilt. Zudem waren sie bekannt dafür, Wunder vollbringen zu können. Die Gesellschaft war zahlreich versammelt, um der Hinrichtung beizuwonnen. Auf einmal kam ein heftiger Wind auf, welcher den Balken mitsamt dem gefesselten Alfio erfasste und wegtrug. Jeweils am ersten Sonntag im Monat Mai werden die drei Heiligen Alfio, Delfio und Cirino gefeiert.

Wie man nach Sant’Alfio gelangt? Autobahn Catania-Taormina, Ausfahrt Giarre, links abbiegen, bei der nächsten Strasse wieder links und von da an den Wegweisern folgen.

Micheline Holweck

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