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Natalia Ginzburg – Schriftstellerin im Kampf gegen den Faschismus

„Wenn ich Geschichten schreibe, bin ich wie einer, der in seiner Heimat ist, auf den Straßen, die er von klein auf kennt, zwischen den Mauern und den Bäumen, die ihm gehören. Mein Beruf ist es, Geschichten zu schreiben, erfundene Dinge oder Dinge aus meinem Leben, an die ich mich erinnere, aber jedenfalls Geschichten. Dinge, bei denen nicht die Bildung, sondern nur Gedächtnis und Phantasie eine Rolle spielen. Das ist mein Beruf, und ich werde ihn bis zu meinem Tod ausüben“

Treffender hätte Natalia Ginzburg ihre Liebe zum Schreiben nicht ausdrücken können.

Natalie Ginzberg wird am 14. Juli 1916 in Palermo geboren. Ihre Familie ist jüdischen Ursprungs und stammt aus Triest. In jungen Jahren lebt sie als verbanntes Kind in Turin, da ihr Vater und ihr Bruder wegen ihres antifaschistischen Widerstands zu Haft verurteilt wurden. Schon im Alter von 17 Jahren veröffentlicht sie ihre erste Erzählung „I bambini“ in einer Zeitschrift.

1938 heiratet sie Leone Ginzburg und bringt unter seinem Namen weitere Erzählungen an die Öffentlichkeit. Sie und ihr Mann stehen in engen Kontakt mit den wichtigsten Widerständlern des Faschismus. Sie werden verbannt, müssen sich vor politischer und rassistischer Verfolgung schützen. In ihren Geschichten und Erzählungen, die sie schreibt, versucht sie immer wieder zu verarbeiten, wie der Faschismus sie zu einem Leben in Angst und auf der Flucht zwingt und erzählt mutig und stets ihren Stolz behaltend von ihren Erlebnissen.

Natalia Ginzburgs Mann Leone wird 1944 in einem deutschen Gefängnis ermordet und lässt Natalia mit dem gemeinsamen Sohn Carlo zurück.

1950 heiratet Natalia einen Dozenten des Kulturinstituts in London und bekommt mit ihm zwei weitere Kinder. Beide sind behindert. Ihr Sohn stirbt mit nur einem Jahr und ihre Tochter bleibt ein Pflegefall und ist ihr Leben lang auf ihre Mutter angewiesen. Natalia kümmert sich um ihre Familie und kann dennoch als Journalistin ihren politischen Ansichten Luft machen und sich in die Geschehnisse einmischen. Sie gibt es nicht auf, gegen Faschismus und Rassismus zu kämpfen.

Ihr zweiter Mann macht sie erneut zur Witwe. Nach seinem Tod im Jahre 1969 widmet sie sich wieder vermehrt dem Schreiben, bis sie im Oktober 1991 selbst an Krebs verstirbt.

Natalia Ginzburg war eine Frau, deren Leben von Leiden geprägt wurde und die ihre Kraft immer wieder aus dem Schreiben schöpfte.
Ließt man ihre Biographie, so erwartet man von ihren Büchern Geschichten von Leiden, von Verfolgung und Trauer. Doch diese findet man nur zum Teil. In erster Linie zeugen ihre Bücher, Erzählungen und Geschichten von Lebensfreude und Energie. Ihr autobiographisches Werk „Familien- Lexikon“ erzählt von einem ruppigen Vater und einer immer fröhlichen Mutter und zeichnet seine Charaktere mit penibler Genauigkeit und vor allem mit einem Schmunzeln und einem liebevollen Blick auf die seltsamen Züge der Mitglieder der Familie. Trotz aller Schicksalsschläge hat sich Natalia Ginzburg ein großes Herz bewahrt und ihr positives Denken nie aufgegeben.

Text: Jenny Otto

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